Die Landtagskandidatin Christiane Kern und ich hörten erst einmal zu, was die Besucher/innen in der Sozialstation in Pöcking zu sagen oder auch zu klagen hatten. So sei es sehr schwierig, überhaupt einen Pflegeplatz zu finden. Man handelte sich als Angehörige erst einmal eine Reihe von Absagen ein. Auch wenn Patienten von der Klinik aus direkt in ein Pflegeheim verlegt werden sollen, ist es für die Sozialdienste schwierig, einen Platz zu bekommen. Auch bei der „Jungen Pflege“ (Plätze für Menschen unter 60) gibt es nch viel zu wenig Angebote. Dabei wünschen sich die meisten Angehörigen, Vater und Mutter zu Hause zu pflegen und zu bis zum Schluss zu begleiten. Dabei stoßen sie allerdings oft an ihre Grenzen und wünschen sich Entlastungen durch Kurzzeitpflege.
Ein Pflegestützpunkt  mit unabhängiger Beratung  könnte die Angebote, die  im Landkreis  bereits vorhanden sind, bündeln und koordinieren und würde den Angehörigen viel Lauferei ersparen.

Die größte Herausforderung aber  ist der Mangel an Pflegekräften. Wie kann es gelingen, dass mehr junge Leute sich für den Pflegeberuf interessieren?

Eine bessere Bezahlung ist nur ein Teil der Lösung.  Die Pflegenden müssen auch entlastet werden durch mehr Personal auf den Stationen.

Für die Gewerkschafterin Christiane Kern sind Tarifverträge und gewerkschaftliche Organisation eine Voraussetzung, um adäquate Löhne zu erzielen.  Auch eine Pflegekammer, wie sie derzeit diskutiert wird, kann zur Lobby für Pflegekräfte werden.

Auch  könnten Praktika in Kitas und Altenheimen während der Schulzeit für alle Schüler und Schülerinnen dazu führen, dass  Jugendliche die Pflegeberufe kennen lernen. Das diskutierte Soziale Jahr für  Schulabgänger kann ebenso helfen, dass Jugendliche sich für einen Pflegeberuf entscheiden.  Zudem muss die Ausbildung  für angehende Pfleger/innen kostenfrei sein.

Wie bei den Kitas, so soll es auch in der Altenpflege einen Rechtsanspruch auf einen Pflegeplatz geben.
Es gibt noch viel zu tun!

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