Im Landratsamt tauschten sich gestern Betroffene, Fachleute aus den Schulen und der Politik über den derzeiten Zustand der Schulbegleitung im Landkreis aus. Fazit: Für Eltern ist die Beantragung von Schulbegleitung derzeit  zu bürokratisch und  zu wenig transparent. Je nach Störungsbild ist entweder der Bezirk oder das Jugendamt für die Bewilligung zuständig. 
Derzeit sind über den Bezirk Oberbayern, der Kinder mit geistiger, körperlicher und mit Sinneseinschränkungen betreut, ca. 1000 Schulbegleiter in ganz Oberbayern im Einsatz (im Landkreis ca.35, die Zahl ist aus dem Jahr 2014). Die Jugendämter sind zuständig für die Schulbegleiter, die Kinder mit seelischen, sozial-emotionalen Beeinrächtigungen betreuen. Im Landkreis sind derzeit etwa 20 Menschen  im Einsatz.
Forderung aller Betroffenen und Fachleute: Schulbegleitung gehört am Kultusministerium angesiedelt, so dass Inklusion aus einer Hand organisiert und durchgeführt werden kann. Das Chaos der verschiedenen Zuständigkeiten und das Antragsverfahren muss vereinfacht werden. Sind die betroffenen Kinder krank und nicht in der Schule, soll der Schulbegleiter den Kontakt zur Schule halten. (bisher kann er in dieser Situation nicht tätig werden und wird auch nicht bezahlt.)
Aber das wichtigste: Wir brauchen mehr Schulen mit Inklusionsprofil im Landkreis. Derzeit gibt es für 134.000 Einwohner nur die Grund- und Mittelschule Tutzing mit Inklusionsprofil.
Für die Politik und Schule gibt es noch viel zu tun!

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