Inklusiver Landkreis Starnberg – jetzt!

2009 hat die Bundesregierung die UN Behindertenrechtskonvention  unterschrieben. Ziel muss sein, behinderten Menschen eine echte Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen. Der Begriff dazu – Inklusion.
Was ist dann der Unterschied zwischen Integration und Inklusion?
Der Begriff „Integration“ bedeutet in dem Zusammenhang, dass Menschen mit Behinderung in ein  bestehendes System, z.B. in eine Schulklasse einer Regelschule, gehen können. Dazu brauchen sie bestimmte Hilfsmittel, um dem Unterricht folgen zu können.
Inklusion dagegen heißt, dass Schule so gestaltet wird, dass alle Kinder, behinderte und nicht behinderte, in diesem System Schule die gleichen Chancen für den Unterricht vorfinden sollen. Integration setzt voraus, dass ein Kind vorher ausgeschlossen war, und nun, dem Wortsinn nach, hineingeführt werden soll. Bei der Inklusion ist die Schule so ausgestattet (baulich, didaktisch, methodisch, personell), dass ein behindertes Kind von vornherein und von Anfang an gemeinsam mit den anderen Kindern lernen kann. Inklusion erfordert daher zuallererst ein Umdenken- auch hier im Landkreis und in allen gesellschaftlichen Bereichen, von der Kita, über die Schule, den Arbeitsplatz, das Verkehrswesen und den Freizeitbereich .

Dabei soll uns die Stadt München auf die Sprünge helfen. Thomas Bannasch, Projektleiter “ Aktionsplan für die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention“ der LH München, sprach am vergangenen Freitag auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft für Behindertenfragen im Landkreis Starnberg in der barrierefrei gebauten Gaststätte Geisenbrunn/Gilching vor Kommunalpolitiker/innen, behinderten und nicht behinderten Menschen, Mitarbeiter/innen von Einrichtungen  für behinderte Mitbürger/innen, des Jugendamtes und der Schulen.

Teilhabe wird letztlich in den Kommunen verwirklicht. Landrat Roth versprach, das Thema Inklusion auf die Tagesordnung der kommenden Dienstbesprechung der Bürgermeister zu setzen.

 

 

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