Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – Equal-Pay-Day in Bayern

Berufstätige Frauen in Bayern müssten 95 Tage pro Jahr mehr arbeiten als ihre männlichen Kollegen, um auf den gleichen Lohn zu kommen. Am 5. April ist der bayerische „equal pay day“. An diesem Tag erreichen die Frauen im Schnitt die Summe, die die Männer bereits am 31. Dezember 2012 erhalten haben. Damit sind die Frauen im Freistaat sogar noch um 15 Tage schlechter gestellt als im deutschen Durchschnitt. Bundesweit war der „equal pay day“ bereits am 21. März.

Es ist nicht akzeptabel, dass Frauen in Bayern noch schlechter bezahlt werden als im Bundesdurchschnitt. Die Lohndifferenz zu den männlichen Kollegen liegt statistisch bei empörenden 26 Prozent. Die CSU trifft daran eine gehörige Mitschuld. Ihr Widerstand gegen einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ist eine der Ursachen für dieses Ungleichgewicht, genauso wie die jahrzehntelange „Kinder-Kirche-Küche“-Politik.

Familienbedingte Erwerbsunterbrechungen, die derzeit zum allergrößten Teil Frauen betreffen, sind ein weiterer wesentlicher Grund für die ungleiche Bezahlung der Geschlechter. Hier ist eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung die wichtigste Gegenmaßnahme, um Frauen die Rückkehr an den Arbeitsplatz möglichst frühzeitig zu ermöglichen.“

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