Auf Einladung der ARGE/Inklusionsbeirat und des VdK focht die neue VdK-Präsidentin Verena Bentele (ganz rechts) für eine Inklusion, die allen nützt. Auf dem Podium war man sich unter den Vertretern der Schulen, der Lebenshilfe, des Verband Wohnen, der ARGE und des Integrationsfachdienstes nicht ganz einig, was unter wirklicher Inklusion zu vestehen sei. Einig war man sich, dass Inklusion in allen Bereichen mehr finanzielle Mittel erfordert. Mit dem Aktionsplan hat der Landkreis ein geeignetes Instrument, um die Ziele im Bereich Arbeit, Freizeit und Wohnen voran zu bringen. Im Bereich der Schulen ist der politische Wille der Staatsregierung nötig, um wirkliche Inklusion in den Schulen zu gewährleisten. Punktuell Schulen mit Inklusionsprofil einzurichten kann nur eine Zwischenlösung sein.
Meine Forderungen für den Schulbereich:
1. Nach dem BayEUG Art. 30b soll Inklusion Aufgabe aller Schulen werden. Dieser Artikel ist  auch im Landkreis  Starnberg umzusetzen.

  1. Die Schulen brauchen für diese Aufgabe weitreichende Unterstützung: Mehr Personal, mehr Zeit,  mehr Platz.
  1. Inklusion benötigt ausreichende sonderpädagogische Kompetenz an allen Schulen und Ausbildungseinrichtungen. Sie muss eine Querschnittaufgabe im gesamten  Bildungsbereich  werden und ein Thema  in der Lehrerbildung aller Schularten.
  1. Inklusion setzt voraus, dass ein multiprofessionelles Team aus Lehrern, Sonder- / Sozialpädagogen  und Schulpsychologen, an der Schule kontinuierlich zusammenarbeitet.
  1. Zeit für Besprechungen und kollegiale Beratung muss den Lehrkräften zur Verfügung  gestellt  werden.
  1. Beratung und begleitende Hilfen beim Übergang von Kita zur Schule und von der Grundschule  zu den weiterführenden Schulen und in den Beruf müssen besser organisiert werden.
  1. Das System der Schulbegleitung muss überdacht werden.
    Eine qualifizierte und kontinuierlich am Standort Schule anwesende Assistenz kommt allen  Kindern  zugute (nicht nur Kindern mit Förderbedarf) und entlastet die Lehrkräfte.
  1. Eine enge Vernetzung der Schule in der Region mit der Jugendhilfe, den Fachverbänden und  der regionalen Wirtschaft als  zukünftige Arbeitgeber  unterstützt die Arbeit in den  Schulen.
  1. Die Wahlfreiheit der Eltern ist zu gewährleisten. Das Recht auf inklusive Beschulung muss einklagbar werden.
  1. Inklusion braucht den politischen Willen von Seiten der Regierung und der Schulbehörden.

 

 

 

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