Auf den Spuren des ökologischen Fußabdrucks in Farchach / Gemeinde Berg

Eine richtige Wiese besteht zu einem Drittel Gräsern, aus einem Drittel Kräutern und aus einem Drittel Leguminosen (die können durch Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff aus der Luft im Boden binden, z.B. alle Schmetterlingsblütler.) Einige unerschrockene Berger/innen trotzten den gefühlten arktischen Temperaturen und machten sich unter der kundigen Führung von Ulli Galloth und Gerd Jäger vom Bund Naturschutz auf die Suche nach ökologisch bewirtschafteten Flächen auf Farchacher Flur. Vier von acht Landwirten im Ort mit Milchviehhaltung arbeiten bereits nach Demeter-Richtlinien und die wollen ihre Flächen noch erweitern.
28 ha Fläche, für die Verhältnisse vor Ort eine vergleichsweise große Fläche, werden von der Fa. Vinzenz Murr intensiv für Rapsanbau bewirtschaftet, der dann zu Biotreibstoff  verarbeitet wird.

Durch die Zusammenlegung dreier Felder, die durch Raine und Hecken getrennt waren, entstand am Hang eine Monokultur, die dem Regen nicht standhielt, so dass es immer wieder zu Murenabgängen kam. Das Wasser lief dann auch in die Demeter-Flächen hinein. Um das zu verhindern, wurde ein Wall aufgeschüttet, der aber kaum die Erosion aufhalten kann. Die Flächen für den ökologischen Landbau sind dadurch geschützt, die Problematik einer Monokultur mit den entsprechenden Folgen allerdings noch nicht  gelöst. Deutlich konnten wir noch die Abtragungen des Mutterbodens sehen.  Um weiterem Raubbau vorzubeugen, hat die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Starnberg eine angrenzende Fläche gekauft, um sie als Biotop zu erhalten.
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