Der gestrige „Tag der Pflege“ sollte Anlass sein, an die Bedeutung der Pflegeberufe zu erinnern. Allgemein wird beklagt, dass Pflegende zu wenig verdienen, und dass ihre Arbeit nicht die gesellschaftliche Wertschätzung erfährt, die ihr zusteht. Warum ist das so?
1. Die Mehrheit der Pflegekräfte sind Frauen, ihnen wird eine selbstlose, carikative Haltung attestiert, ein Aufbegehren passt(e)  für sie nicht so richtig zum Berufsverständnis. Zudem sind die wenigsten Pflegenden in Berufsverbänden oder Gewerkschaften organisiert, die für sie bessere Tarife und Arbeitsbedingungen aushandeln könnten.
Pflegekräfte, solidarisiert euch, gemeinsam mit den Angehörigen!
2. Wir brauchen viel mehr Leute in sozialen Berufen! Die Digitalisierung wird uns dabei nicht so wirklich weiter helfen. Für die Pflege, die immer durch die Beziehung zwischen Menschen definiert ist, brauchen wir Kräfte aus Fleisch und Blut. Pflegeroboter und Hebemaschinen sind nur technische Hilfsmittel.
Verbände, Sozialpolitiker/innen und Pflegekräfte, begeistert junge Leute und Quereinsteiger/innen!
3. Die Pflege muss auch als Low-Profit-Bereich die höchste gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. Geschäftemachern auf Kosten der Betroffenen, der Kassen und Sozialverbände muss das Handwerk gelegt werden!

 

 

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